Die Schweizer Kredit-Banken werden etwas vorsichtiger mit Krediten an neu-zugezogene Kunden

Während das Neukundengeschäft der Schweizer Kredit-Institute in den Jahren 2012 und 2013 von den zahlreichen Zuwanderern in die Schweiz getragen wurde, scheint es so als ob die Banken neuerdings die Kredithürden für Neu-Zuzüger wieder etwas höher ansetzen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vor 6 Monaten Wohnsitz in der Schweiz gibt es keinen Kredit

  • Vermeiden Sie Kreditablehnungen. Diese verschlechtern Ihre Chancen auf einen Kredit.

  • Arbeiten Sie mit eine seriösen Kredit-Experten, der die Kriterien der Banken kennt.

Viele Kreditgesuche von Ausländern

Die Schweiz durfte in den letzten Jahren viele neue Mitbürger in Empfang nehmen. Die gute Arbeitsmarktsituation und die relativ hohen Einkommensverhältnisse sorgten für einen positiven Migrationsfluss, wobei mehr Personen ihren Wohnsitz aus dem Ausland in die Schweiz verlegten, als dies in umgekehrter Richtung der Fall war.

Kredit frühestens ab 6 Monaten in der Schweiz möglich.

Ein Umzug in die Schweiz ist jedoch mit Kosten verbunden. Bereits eine Mietkaution von einer oder zwei Monatsmieten kann des Ersparte aufbrauchen. Dazu kommt, dass die Lebenskosten in der Schweiz sehr hoch sind. Vor allem die Mieten für Wohnraum sind sehr hoch. Um demzufolge die ersten Schritte im neuen Land finanziell meistern zu können, ersuchen viele zugezogene Mitbürger eine Bank um einen Start-Kredit.

Während den vergangen Jahren haben die grossen Kreditbanken die zugezogenen Kunden mit offenen Armen empfangen und teilweise schon nach 6 Monaten in der Schweiz Kredit gewährt. Diese Praxis scheint jetzt mit etwas mehr Vorsicht bei den Banken angegangen zu werden.

Kredit-Anforderungen an neue Mitbürger werden härter.

Wir beobachten, dass verschiedene Banken Kreditgesuche von Personen mit „B“ Arbeitsbewilligungen jetzt erst nach 12 oder gar 24 Monaten bewilligen. Diejenigen Banken, welche weiterhin nach 6 Monaten solche Kreditgesuche akzeptieren, tun dies in letzter Zeit eher selektiv. Sie favorisieren Anträge von Personen mit 6 oder mehr Monaten Arbeitstätigkeit beim gleichen Arbeitgeber, in Berufen mit hohem Ausbildungsstand und stabilen Familienverhältnissen.

Dies will nicht heissen, dass lediglich Ärzte oder Manager einen Kredit nach 6 Monaten in der Schweiz erhalten. Die Hürden sind etwas höher gesetzt worden und die Chancen für alle etwas geringer geworden.

Vorsicht ist geboten bei Kredit-Ablehnungen, diese wirken negativ auf die nächste Kredit-Prüfung.

Heikel für den Konsumenten wird es dann, wenn die Banken Mindestanforderungen an die Präsenz in der Schweiz anwenden, diese aber nicht an die Antragsteller kommunizieren. Es resultieren dann schnell Kredit-Ablehnung, welche auf der ZEK (vergleiche mit der SCHUFA in Deutschland) registriert werden und welche sich negativ auf die Chancen der nächsten Kredit-Anfrage auswirken.

      Ratschläge für Zugezogene:

  • Stellen Sie keine Kreditanträge innerhalb der ersten 6 Monate in der Schweiz (Stichtag ist das „Einreisedatum“ auf dem B-Ausweis.) Auch keine Leasing- oder Teilzahl-Anträge.

  • Arbeiten Sie mit einem vertrauenswürdigen Kredit-Experten zusammen, welcher die Kriterien der Banken gut kennt und mit Ihnen Ihre Chancen maximieren kann. Gut zu wissen: das Schweizerische Konsumkreditgesetz untersagt es den Vermittlern Ihren Kunden für die erbrachte Leistung Rechnung zu stellen. Vermittler werden in der Schweiz ausschliesslich von den Banken für Ihre Leistung vergütet und sind kostenfrei für den Konsumenten. 

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