Bundesrat will keine aggressive Kleinkredit-Werbung


Der Bundesrat setzt auf die Selbstregulierung der Kredit-Branche und befürwortet ein Verbot für aggressive Werbung für Kleinkredite.


Seit geraumer Zeit wird auf politischer Ebene der Umgang mit Werbung für Kleinkredite (Konsumkredite) debattiert. Die nationalrätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hatte kürzlich einen Reformvorschlag für eine Revision des Konsumkreditgesetzes (KKG) ausgearbeitet. Dieser sieht von einem generellen Werbeverbot ab und zählt auf die Selbstregulierung der Branche, mit dem Ziel auf aggressive Werbung zu Verzichten. Der Vorschlag bezeichnet die Zielgruppe der Jungen als besonders schützenswert. Aggressive Werbung an Junge soll demnach nicht mehr geduldet werden.

Am Mittwoch, 2. April 2014, hat nun der Bundesrate seine Sicht zum Vorschlag präsentiert. Er geht mit dem Vorschlag der WAK einig, dass vorerst auf ein generelles Verbot für die Werbung für Kleinkredit abgesehen werden soll. Sollte die Selbstregulation der Branche nicht funktionieren, würde der Bundesrat weitere Massnahmen in Erwägung ziehen.

Der Bundesrate befürwortet zudem, dass die KKG Richtlinien auch auf sogenannte „Express-Kredite“ ausgedehnt wird. BANK-now hatte zum Beispiel noch vor Kurzem ein Kredit im Angebot mit einer Laufzeit von 12 Monaten und lediglich 4 Rückzahlungen. Mit dieser Konstellation konnte die 7-tätigige Wartefrist umgangen werden und der Kunde erhielt das Geld noch am selben Tag ausbezahlt. Diese Art der Kredite wünscht der Bundesrat in Zukunft durch das KKG geregelt, mit klaren Budgetprüfungen und der 7-tägigen Wartefrist versehen. Lediglich Kredite mit einer Laufzeit von maximal 3 Monaten sollen von den KKG Regeln in Zukunft ausgeschlossen sein.

Medienmitteilung des Bundesrates: hier 

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